Auspuff, Kat und Filter

Die Aufgaben der Abgasanlage sind heutzutage vielfältig. Und damit ist auch klar, dass es nicht einfach nur ein Stück Rohr ist, das am Motor ansetzt und hinten am Fahrzeug mit einem mehr oder weniger dekorativen Stückchen Blech endet. Grob zusammengefasst, übernimmt die Abgasanlage drei große Aufgaben: Sie reduziert das Verbrennungsgeräusch des Motors, reinigt die entstehenden Verbrennungsgase und führt die Abgase vom Innenraum des Fahrzeugs weg.
Der größte und häufigste Feind des Auspuffs ist der Rost. Gerade im hinteren Bereich, in dem die Abgase schon deutlich heruntergekühlt sind, kommt es zur Kondensation der im Abgas enthaltenen Feuchtigkeit - und wo Feuchtigkeit ist, bildet sich irgendwann auch Rost. Ein Loch im Auspuffstrang führt unweigerlich zu einer höheren Geräuschentwicklung, aber auch zu nachlassender Motorleistung und erhöhtem Kraftstoff-Verbrauch. Weitere Gefahren bilden Abgase, die in den Innenraum des Fahrzeugs eindringen können und mögliche abfallende Teile des Auspuffs, die eine große Gefahr für den nachfolgenden Verkehr darstellen. Moderne Schalldämpfer rosten seltener, bekommen aber Schwingungsrisse an den Schweißnähten.
Katalysator, Lambda-Sonde und Partikelfilter
Der Katalysator ist heute aus der Abgasanlage nicht mehr wegzudenken und reduziert die Schadstoffemissionen im Abgas deutlich. Durch Oxidation und Reduktion werden Schadstoffe in chemisch ungefährliche Stoffe umgewandelt, ohne dass dabei das Katalyt selbst verbraucht wird. Und dennoch kann ein Katalysator kaputt gehen. Ein zentrales Element im Abgasstrang bildet die Lamda-Sonde, ein Sensor, der den Restsauerstoffgehalt im Abgas misst. Bei Benzinmotoren gibt die Lambda-Sonde Impulse an das Steuergerät weiter, das daraus die Einspritzmenge errechnet; bei Dieselmotoren wird stattdessen die Abgasrückführmenge geregelt. Arbeitet die Lambdasonde nicht korrekt, so hat das direkte Auswirkungen auf die Motorleistung, den Verbrauch und auch auf die ausgestoßenen Schadstoffmengen.
Zur weiteren Reinigung des Abgasstromes kommen seit einigen Jahren gerade bei Dieselfahrzeugen sogenannte Partikelfilter zum Einsatz. Sie halten in ihrem Inneren Rußteilchen und Feinstäube zurück und sind durch die am 1. März 2007 in Kraft getretene Feinstaubverordnung mittlerweile in Neu-PKW zur Pflicht und in Altautos ein begehrtes Nachrüstteil geworden. Auch wenn die staatlichen Prämienprogramme zur Nachrüstung mittlerweile ausgelaufen sind, kann sich ihr Einbau immer noch lohnen. In immer mehr Städten und Gemeinden ist mittlerweile die grüne Plakette zur Pflicht geworden und darüber hinaus werden Fahrzeuge mit geringem Partikelausstoß steuerlich besser gestellt.